Gottesdienst live Text

Ellipse von Katharina Grosse, angebracht außen an der Johanneskirche

Fotografie von Irm Schoffers

Irm Schoffers (1927 – 2008) Arbeit ist eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem fotografischen Experiment, ihr eigentliches Versuchsfeld ist die Dunkelkammer. Ausgangspunkt ihrer unablässigen Suche nach neuen Ausdrucks-formen sind vorhandene, realitätsnahe Fotografien, die sie durch Überblendung, Solarisation, Umkopierung und Relieftechnik weiterentwickelt oder umgestaltet.

Mit vergleichsweise einfachen Mitteln, wie Spiegelungen, schafft sie gegenstandslos wirkende, räumliche Strukturen, die traditionelle Sehgewohnheiten irritieren. Vor allem mit ihren auf direktem Wege belichteten Alltagsgegenständen, erzeugt sie visuelle Innovationen. Dadurch gibt sie die Wirklichkeit nicht wieder, sondern schafft sie.

Irm Schoffers absolvierte die 2-jährige Ausbildung an der Fotoprivatschule von Marta Hoepffner in Hofheim, verblieb dort als Lehrerin und Teilhaberin und verbrachte ihren Lebensabend gemeinsam mit Hoepffner in Kressbronn am Bodensee.

Vom 29. Juni bis 21. Juli 2013 zeigt die Johanneskirche Stadtkirche Arbeiten der Fotokünstlerin Irm Schoffers.

»Gestern wird schön« Gestalterische Lösungen für Menschen mit Demenz

Für das Seniorenzentrum »Zum Königshof« in Düsseldorf-Unterrath suchte die Graf-Recke-Stiftung im Frühjahr 2012 neue gestalterische Ansätze für die dortigen Flure und Aufenthaltsräume. Ich wurde daraufhin gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, für die Studenten der FH Düsseldorf im Fachbereich Design, ein Seminar in Form eines Wettbewerbs anzubieten, in dem Vorschläge zur Raumgestaltung für Menschen mit Demenz erarbeitet werden. Diese Idee gefiel mir auf Anhieb und auch das Interesse seitens der Studenten war groß, da für viele erstmalig eine Auseinandersetzung mit den Arbeitsbedingungen in Realität möglich war und jedes Projekt die Chance hatte, realisiert zu werden. 

Das Thema »Demenz« ist bei vielen Studenten präsenter als man zunächst annimmt. Sei es durch betroffene Großeltern oder den Zivildienst. Das wichtigste Kriterium für die Studenten war die Wahrnehmung, Orientierung und das Wohlbefinden der Senioren zu achten und womöglich zu fördern. Um tiefer in die Materie vorzudringen, besuchten sie mehrmals das Seniorenzentrum »Zum Königshof« und tauschten sich mit Experten zum Thema Demenz aus. So zeichneten sich mit der Zeit unterschiedliche Ansätze ab, die im Laufe des Seminars ausgearbeitet und zum Ende einer Kommission präsentiert wurden. Die Arbeiten fanden großen Anklang und mehrere Projekte wurden für eine Realisierung ausgewählt.

Die Zusammenarbeit zwischen der FH Düsseldorf und der Graf-Recke-Stiftung ist ein gutes Beispiel dafür, welche gesellschaftliche Relevanz Design mit sich bringen kann. Sei es für die Studenten, die zahlreiche prägende Erfahrungen sammeln konnten, oder vielleicht auch die Senioren in der Einrichtung, deren Alltag und Wohnsituation durch die entwickelten Ideen hoffentlich bereichert wird.

Professor Ton van der Laaken (Fachhochschule Düsseldorf/Fachbereich Design)

Die Ausstellung war vom 9. Januar bis zum 5. Februar 2013 in der Johanneskirche zu sehen und zeigte insgesamt acht studentische Projekte der FH Düsseldorf, die versuchen das Leben mit Demenz zu erleichtern, zu verbessern und zu verschönern.

Kirsten Krügers Skulptur »Sturm«

Vom 16. bis 28. Mai 2013 wird die Skulptur »Sturm« der Düsseldorfer Künstlerin Kirsten Krüger in der Johanneskirche Stadtkirche zu sehen sein.

Das Christentum kennt verschiedene Symbole und Metaphern für den Heiligen Geist, am bekanntesten sind die Taube, das fließende Wasser, das Feuer und der Wind. Auch im Alten Testament (dem jüdischen Tanach) wirkt der Heilige Geist. Die göttliche »ruach« oder der heilige Atem wirkt von Anbeginn und ist JHWHs schöpferische Kraft, mit der JHWH spielerisch-schwebend die Welt erschafft. Aber wie kann man Atem, Wind oder Hauch erfahrbar machen? Man kann Wind weder riechen, schmecken noch sehen, aber man kann ihn spüren; beispielsweise wenn die Harre vom Wind verweht werden oder man kann ihn hören und sehen, wenn er die Blätter eines Baumes rascheln lässt.

Anlässlich des diesjährigen Pfingstfestes zeigt die Johanneskirche eine Skulptur der Düsseldorfer Künstlerin Kerstin Krüger. »Sturm« (2011) ist ein Baum, dessen blattlosen Äste vom starken Wind zur Seite gedrückt werden. Betrachtende können den Sturm nicht sehen, aber seine Konsequenz: die gebeugten Äste. Hörbar wird der Sturm durch die "Große Möve" − in Form einer Plastiktüte − die sich mit ihrem Schnabel fest am Baumstamm klammert. Das Knistern und Rauschen der Plastiktüte verraten selbst den kleinsten Hauch des Heiligen Geistes. 

Wir laden Sie herzlich zum Themengottesdienst mit Pfarrer Dr. Uwe Vetter ein.

Pfingstsonntag, 19. Mai 2013, 10 Uhr 

StachelwesenAusstellung im Kirchenraum

Matthias Hintz, geboren in Merseburg/Saale, studierte in Halle, Berlin und Düsseldorf. Er ist Meisterschüler von Günther Uecker. Zahlreiche Ausstellungen führten seine Werke ins In- und Ausland, u.a. befinden sich seine Arbeiten im Deutschen Bundestag, im Willy Brandt-Haus Berlin,in der Deutsche Bank AG-Kunstsammlung Frankfurt/Main, in der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf etc.

Matthias Hintz begibt sich mit seinen Arbeiten auf die Suche nach dem Mensch in den Dingen. Großformatige Skulpturen, in menschenähnlicher Gestalt aus digitalen Datenträgern gefertigt, werfen während der Ausstellungszeit in der Johanneskirche neue und alte Fragen auf, bieten neue An- und Einsichten.

Austellungseröffnung
Donnerstag, 3. November 2011, 19 Uhr

Themengottesdienst
Samstag, 19. November 2011, 21 Uhr
Predigt: Pfarrer Dr. Uwe Vetter

Die Ausstellung war vom 3. bis 20. November  2011 in der Johanneskirche zu sehen.

Altartücher mit Symbolen der Schöpfung

Für die evangelische Johanneskirche am Martin- Luther-Platz schuf die Künstlerin Sonja Weber Behänge für Altar und Kanzel. Die gewebten Bilder beruhen auf Motiven aus der Natur – Wasser, Wolken und Feuer.

presse antependienDer Verzicht auf gängige Kirchenkunst- Paramente war ein Risiko, das City-Pfarrer Uwe Vetter und das Presbyterium für eine stimmige Gestaltung der modern gehaltenen Johanneskirche bewusst eingingen. Sie suchten für die notwendig neuen Altarvorhänge eine Gestaltung, die zum Raum passt. Und fanden in Sonja Weber eine Künstlerin, die ihren Vorstellungen mit ihren gewebten Bildern nahe kam. Die mehrfach ausgezeichnete Münchnerin macht Formen der Natur zu ihrem Thema, zeigt Wasser- und Wellenspiel, Wolken, Bäume, abstrahiert sie durch große Ausschnitte, zeigt Augenblicke der Bewegung. »Die Motive der Antependien sind zwar nicht aus der Kirchenkunst entwickelt, sie passen aber im weitesten Sinn zur Bibel, weil meine Arbeiten sich mit der Schöpfung befassen«, erklärte Weber.

Wasser, Wolken und Feuer seien auch Bilder der biblischen Welt, erklärte Vetter. Farben seien ebenfalls Zeichen für biblische Erfahrungen. »Beim Betrachten der Antependien sind diese biblischen Geschichten zu entdecken«, ist Vetter überzeugt. Allerdings braucht der Betrachter dafür Zeit und die Bereitschaft, zu beobachten und sich überraschen zu lassen. Denn die Formen sind dezent, verändern sich im Lichtspiel und unter unterschiedlichen Blickwinkeln. Möglich macht das die besondere Technik, die Weber verwendet. Sie webt ihre Bilder, die so eine dreidimensionale Struktur bekommen und lebendig wirken und Tiefenschärfe bekommen. Ab Pfingsten – dann wird das rote Antependium aufgelegt – sind die neuen Kunstwerke, die durch Spenden finanziert wurden, und liturgischen Farben Thema in Gottesdiensten. Weber stellt zudem bis zum 3. Juni eine Auswahl ihrer gewebten Bilder mit Naturmotiven aus (werktags von 10 bis 18 Uhr).

Michael Brockerhoff

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