Gottesdienst live Text

Ellipse von Katharina Grosse, angebracht außen an der Johanneskirche

*you only live once: Junge Menschen zeigen Ansichten vom Sterben - und vom Leben

Sterben und Tod. – Was ist das Ende? Wie sieht es aus? – Fragen, die nur schwer zu beantworten sind. Vielleicht, weil das Ende Angst macht, wie alles Unbekannte, vielleicht, weil es zu sehr mit der eigenen Existenz verbunden ist, vielleicht weil wir in einer sich schnell wandelnden Informationsgesellschaft auch neue Antworten auf unsere Haltung gegenüber Sterben und Tod entwickeln müssen.

Die Ausstellung zeigte ausgewählte Arbeiten junger Menschen, die sich künstlerisch mit diesen Fragen auseinandergesetzt haben.

Eröffnung war am 4. Juli und die Ausstellung war bis 4. August 2014 zu sehen.

Ausgangspunkt für die Ausstellung ist das Kunstprojekt YOLO* (you only live once), das das interdisziplinäre Zentrum für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Düsseldorf in diesem Jahr unter dem Titel »This is the end« ausgeschrieben hat. Damit möchte das Zentrum einen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs über Tod und Sterben leisten, besonders jungen Menschen einen Anstoß zur Entwicklung einer persönlichen, reflektierten Haltung zu den Themen geben und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Informationen zum Projekt gibt es unter:
www.uniklinik-duesseldorf.de/unternehmen/kliniken/palliativmedizin/projekte

Möglichkeit zur aktiven Teilnahme am Diskurs:
www.facebook.com/YOLOartandpalliativecare

Fotografien von Ann-Kathrin Kampmeyer

 Wie sehen obdachlose Frauen aus? Gibt es das typische »Obdachlosengesicht«? Können wir wirklich anhand eines Gesichtes unterscheiden, ob eine Frau auf der Straße lebt oder in geregelten Verhältnissen? Um sich dieser Frage zu stellen, hat die Fotografin Ann-Kathrin Kampmeyer insgesamt 26 Frauen aus geregelten und nicht geregelten Verhältnissen portraitiert.

Die Frauen im Alter von 18 bis 70 Jahren wurden unter den immer gleichen Bedingungen fotografiert. Bei den Portraits geben weder Make-up, Schmuck, Kleidung noch genaue Angaben zur Identität Aufschluss darüber, woher diese Frauen kommen. Können wir aus der Serie von 26 Portraits die 6 Frauen ausfindig machen, die obdachlos sind? Der Betrachtende wird nicht mit einer Auflösung belohnt, sondern ist aufgefordert, selbst zu entscheiden, wie die Frauen auf ihn wirken und die Ungewissheit auszuhalten.

Die Ausstellung fand im Rahmen der Benefizveranstaltung zum 10 jährigen Bestehen von ARIADNE, Notaufnahme für Frauen der Diakonie in Düsseldorf statt.

Die Bilder waren vom 8. bis 23. März in der Johanneskirche zu sehen.

Malerei

»Jan Kolata zählt mit seinem umfangreichen und differenzierten Oeuvre zu denjenigen Malern, die in hoher Konzentration und Intensität über einen langen Zeitraum hinweg nach den Bedingungen von Malerei fragen. Die Bilder zeigen dies in einem sehr materialkräftigen, fast experssiven Duktus, an der Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Kolatas Bilder sind nie in einem oberflächlichen Sinne fertig, sie zeigen, wie sie gemacht werden. In ihnen treffen wir auf eine Malerei, die gleichermaßen konzeptuell wie delikat in Erscheinung tritt.« Prof. Dr. Richard Hoppe-Sailer, Ruhr-Universität Bochum

Jan Kolata hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Erich Reusch studiert. Ab 1980 sind seine großformatigen Malereien regelmäßig in nationalen und inter-nationalen Ausstellungshäusern zu sehen und er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten. Seit 2006 hat er eine Professur für Malerei an der Technischen Universität Dortmund.

Die Ausstellung wurde am 7. Februar eröffnet und lief bis Ende Februar.

Ein Themengottesdienst fand am Sonntag, 16. Februar 2014 statt.

Ein Fotoprojekt von Alexander Basta in Zusammenarbeit mit dem café pur

In Zusammenarbeit mit der Tagesstätte für Wohnungslose, »café pur«, einer Einrichtung der Diakonie Düsseldorf, hat der Fotograf Alexander Basta eine Portrait-Serie entwickelt. Gezeigt werden Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen die Tagesstätte besuchen. Dabei wurden die Menschen von Mitarbeitern der Diakonie nach ihrem ermutigenden Lebensmotto gefragt. Jedem Foto ist eine Aussage angehängt, die unterstreicht, was dem Fotografierten wichtig ist.

Die Eröffnung der Ausstellung war am Donnerstag, 28. November 2013, 19:00 Uhr in der Johanneskirche Stadtkirche. Zur Eröffnung sprachen: Pfarrer Hans Lücke (Johanneskiche Stadtkirche), Christian Heynen (café pur) und Alexander Basta

Am Sonntag, 8. Dezember 2013, 18:00 Uhr fand ein Themengottesdienst zur Ausstellung statt. Die Predigt hielt Pfarrer Dr. Uwe Vetter.

Arbeiten von Gabriele und Hubert Begasse 

In ihrer gemeinsamen Ausstellung hinterfragen Gabriele und Hubert Begasse den Begriff des Profanen. Gemeinhin werden profanen Gegenständen keine magischen Eigenschaften und Wirkungen zugesprochen. Das Profane. laut Duden "vor dem Heiligen liegend" ist von diesseitiger, weltlicher Natur; als Gegenbegriff gilt das Sakrale. 

Gabriele Begasse zeigt eine Auswahl ihrer Schriftbilder. Sie geht davon aus, dass es eine sogenannte "Urschrift" gibt, den Nukleus für die babylonische Vielfalt der Weltsprachen. Folgerichtig sind die Buchstaben ihrer "Schriftbilder" nicht Zeichen für etwas anderes, sondern bezeichnen ein unbekanntes Terrain. Gleichzeitig sind sie eine künstlerische Suche nach dieser Urschrift – einer Schrift, die alle anderen Schriften in sich trägt.

Hubert Begasses Werkreihe "Bildschirme" bestehen aus Stahl oder Messing, Zugfedern und dünnen Kunststoffplatten aus Celluloid. Nach Vorgaben des Künstlers werden die Bleche mittels moderner Technik geschnitten, anschließend gekantet und mit einer dünnen Membran versehen, die fragil an Zufedern befestigt ist. Diese "Trampoline des Lichts" entstehen aus der Transformation der Werkstoffe und setzen vielfältige Assoziationen frei. 

Vom 12. Oktober bis 6. November 2013 zeigte die Johanneskirche Stadtkirche künstlerische Arbeiten von Gabriele und Hubert Begasse. 

Eröffnung der Ausstellung war am Freitag, 11. Oktober 2013 um 20:15 Uhr in der Johanneskirche.

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