Gottesdienst live Text

Ellipse von Katharina Grosse, angebracht außen an der Johanneskirche

Arbeiten von Studierenden des Fachbereichs Design an der FH Düsseldorf sowie eine israelisch-iranische Gemeinschaftsarbeit

»Der zerstörte Ort« ist ein Ort jenseits seiner eigentlichen Bestimmung, ein Ort, der in seiner eigentlichen Funktion gehemmt und gestört zu sein scheint. Ein zerstörter Ort ist aber nach wie vor ein Ort, wenn auch in veränderter Form: Er ist nicht das Nichts, er ist vorhanden. Die Zerstörung definiert also eine Veränderung, eine Aktion zwischen einem Vorher und einem Nachher. Der Begriff der Zerstörung setzt so ein Wissen des ehemals originalen Zustandes voraus und kann einen möglichen neuen erahnen lassen. Die Szenarien zum Ende des Ersten und des Zweiten Weltkrieges liegen hier ebenso nahe wie einige der aktuellen Kriegsschauplätze; auch kann man sich an Zerstörungen durch Naturgewalten erinnert fühlen, an urbane Veränderungen oder zwischenmenschliche Einbrüche. Das Destruktive ist jedoch auch immer ein künstlerischer Prozess; im Zerstören materieller als auch geistiger Gegebenheiten lag und liegt immer der Kern eines Neuanfangs begründet, sowohl für das Individuum als auch für eine komplexe Gesellschaft. Die Zerstörung ist, trotz aller negativen Assoziationen, ein wesentlicher Bestandteil und eine Vorbedingung der Kultur.

Die Studierenden von Stephan Kaluza erfinden neuartige Bildlösungen im Kontext des Themas und präsentieren diese als Konzept oder Entwurf in der Johanneskirche. Außerdem präsentierten zwei iranische und zwei israelische Künstler eine Gemeinschaftsskulptur zum Thema.

Begleitend fand eine Podiumsdiskussion am 5. November um 19:30 Uhr im Foyer der Johanneskirche statt. Das Podiumsgespräch ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen zu »Der zerstörte Ort«, einem Zusammenspiel des Schauspielhauses, der Fachhochschule und Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Diakonie und der städtischen Kunstszene.

Die Ausstellung war vom 29. Oktober bis 21. November 2015 in der Johanneskirche zu sehen.

Präsentation II: Ausstellung und Auktion

Künstlerinnen und Künstler der Outsider Art aus Düsseldorf stellten vom 28. Mai bis 19. Juni in der Johanneskirche ihre Malereien aus. Im Anschluss an die Ausstellung wurden ihre Bilder zugunsten des Projekts »Neue Bäume für Düsseldorf« der Stadt Düsseldorf versteigert. Es konnte ein Betrag von 600 EUro an das Gartenamt der Stadt Düsseldorf übergeben werden,

Es stellten aus: Ella Kuhl | Brigitte Bilstein | Veronica Cichon | Elke Scheige | Elke Hens-Es Said | Christina Kühne | Gisa zur Nieden | Kirsten Binder | Jürgen Masloch | Regina Figalist | Sabine Minkwitz | Markus Hellmann | Silvia Fuchs | Werner Böhle | Bettina Ohldag | Petra Opitz | Michaela Panilas | Martine Dören | Hildegard Orlet | Martha Gehrke

Beteiligte Veranstalter sind: Malwerkstatt Talstraße | Trialog-Kultur | Katholische Seelsorge Neuss | Atelier Studio 111, Haus St. Josef

Donnerstag, 28. Mai, 18 Uhr: Ausstellungseröffnung im Rahmen der 10-Minuten-Andacht mit Pfarrer Claus Scheven
Freitag, 19. Juni, 19 Uhr: Versteigerung mit Stefan Güsgen, Coach und Deutscher Meister der Zauberkunst 

Fotografien von Tom Thum

Der 15jährige Tom Thum präsentierte in der Johanneskirche seine erste Ausstellung.
Seit mehr als drei Jahren fotografiert Tom Thum mit Begeisterung—vor allem auch Menschen. Deren Charakter zu entdecken, abzubilden und dann im Bild gebannt als Großformat an die Wand zu bringen fasziniert den Jungfotografen besonders. Entdeckungsfreude, Neugier, Interesse am Motiv und ein waches Auge sprechen aus seinen ersten Arbeiten.

Die Ausstellung war vom 1. bis 25. April in der Johanneskirche zu sehen.
Finissage am Samstag, 25. April, 17 Uhr

Wanderausstellung zum 600. Gedenktag der Verurteilung und Verbrennung von Jan Hus durch das Konstanzer Konzil.

1. - 22. Februar 2015
Die Wanderausstellung wurde konzipiert und produziert vom Hussitenmuseum in Tabór, sie wird koordiniert vom Hus-Museum Konstanz.
Das Ausstellungsprojekt in der Johanneskirche war eine Kooperation mit der Herrnhuter Brüdergemeine in Nordrhein-Westfalen.

Dienstag, 3., 10. und 17. Februar um 18 Uhr
10-Minuten-Andachten zu Hus' Anliegen
mit Pfarrerin Katharina Rühe, Herrnhuter Brüdergemeine NRW

Sonntag, 22.2. um 10 Uhr
Themengottesdienst mit Pfarrer Dr. Uwe Vetter und Pfarrerin Katharina Rühe, Herrnhuter Brüdergemeine NRW

Kunststudierende der TU Dortmund in der Johanneskirche Düsseldorf 

Fabienne Andree
Pia Drüphake
Katharina Görges
Alicia Jäger
Steffen Jopp
Olivia Malek
David Mellin
Donja Nasseri
Susanne Schütz
Sven Ullrich

Studierende des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft an der TU Dortmund gestalteten raumbezogene Arbeiten für die Johanneskirche.
In Zusammenarbeit mit Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat die Johanneskirche die jungen Künstlerinnen und Künstler aufgefordert, mit ihren Arbeiten im Spannungsfeld der Themen Farbe, Zeit und Raum zu agieren.
Die zehn jungen Künstlerinnen und Künstlern zeigten Werke aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Video und Installation, die verschiedene Bereiche des Kirchraumes künstlerisch erschlossen.

Beispielsweise wurden die beiden Glaskästen auf der Orgelempore bespielt. Es gab eine kombinierte Videoarbeit mit Grafik, die Wege durch den Kirchraum zeigt, und eine mit Höhenrauschen arbeitende Arbeit, die einen Raum im Raum schuf. Außerdem wurden einige Malereien gezeigt, darunter ein Triptychon mit dem Titel „Leib“. Des weiteren gab es eine Fotoarbeit, die in ihrer Präsentationsform die Fensterform aufgriff und so den Zusammenhang zwischen dem Außen und dem Innen des Raumes herstellte. Ergänzt wurde diese Vielfalt durch eine plastische Arbeit zum Thema Hören und Gehört werden.

Donnerstag, 2. Oktober 19:00 Eröffnung
Mittwoch, 22. Oktober 19:00 Künstlergespräche
Sonntag, 26. Oktober 10:00 Themengottesdienst und Katalogpräsentation

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