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Im Oktober und November 2017 haben wir uns hier über Ihre Ideen zum Reformationsjubiläum und dem was danach kommen könnte ausgetauscht. Die Möglichkeit, eigene Beiträge einzustellen oder auf vorhandene Beiträge zu antworten wurde jetzt beendet. Zur Lektüre bleiben die Beiträge noch eine Weile sichtbar.

Wir danken Ihnen allen für Ihre Beteiligung und Ihr Interesse an der Fragestellung.

Topic-icon Re-Formation für jeden von uns, jeden Tag

9 Monate 2 Wochen her #6

Zuerst die Überraschung:
Da fragt doch tatsächlich ein Christ den Nächsten, was an seiner oder der Kirche schon gut oder noch zu verbessern oder zu re-formieren sei (toll oder schon gut).
Dann wird aber gleich die hohe Kunst der Zuspitzung verlangt: Bitte kurz!
(Luther brauchte einen langen Brief für seine Reformüberlegungen und kam allein für die Kritik des Ablasshandels auf ungefähr 95 Aspekte, die guten Predigten von Dr. Vetter benötigen für ein Thema 2-4 DIN A4- Seiten und für jede sei herzlich gedankt)
Also mission impossible? So wie Mission heute auch sonst schwierig ist?

So wahr mir Gott helfe ein Versuch mit etwa 5-7 Thesen:

1. Wir (getaufte Christen) könn(t)en aktuell hier und heute in Düsseldorf zu „allem, was wir als Gemeinschaft benötigen“ als Nahrung für Körper, Geist und Seele Zugriff erhalten (schwer Geisteserkrankte ausgenommen)- das ist schon gut als Angebot.
2. - 5. Was mir trotzdem lange fehlte (und wohl auch anderen bisweilen abzugehen scheint):
Das Staunen und die Erkenntnis(se), die eine Gottesbeziehung mit Ehrfurcht, Begeisterung und Dankbarkeit und „alltäglicher(!)“ Relevanz erwecken sowie
ein aufmerksameres Hinhören auf die Hinweise aus den sich bereits über tausende Jahre hinziehenden Gotteserfahrungen unserer Vorfahren, unser „Vorbild“ Jehoschua aus Nazareth und die uns heute täglich zur Verfügung stehenden Anregungen des Heiligen Geistes (6.) und (7.) deren konsequentere Umsetzung (Stichworte: Nachfolge, Gebet).

So kurz und dadurch vielleicht etwas unklar, denn da stand bisher ja in den Thesen nirgendwo das Wort Kirche oder Gemeinde.
Insbesonders als vernünftig begründet und begeistert (!) das Evangelium Jesu Christi glaubend feiernde könn(t)en wir eine christliche Gemeinschaft mit (missionarischer) Ausstrahlung sein (These 8?).
Dazu benötigen wir (i.e. jeder von uns) eine Grundausbildung (die diejenigen, die das lesen wahrscheinlich alle erhalten haben) und zur Übung und Vertiefung regelmäßige „Updates“- extrem Begnadete vielleicht ausgenommen. Aus den Evangelien ist sogar auch ein Lernen Jesu gut ableitbar. Anschließend sind wir aufgefordert, ange- und berufen unsere gottgeschenkten Charismen zu erkennen und in Gemeinschaft mit unseren Mitchristen in Gottes schöner Welt einzubringen. Was erleben wir: zumindest in unserem Umfeld verdunstender Gottesglaube, „Weihnachtschristentum“, abnehmende Relevanz eines versorgungskirchlich orientierten Systems.
Begeisterung ? Ein „Gefühl wie Weihnachten“ ist uns noch halbwegs vertraut, unser österliches Halleluja dürfte etwas leiser ausfallen als die Fortunarufe im gelegentlichen Siegestaumel in der Arena und verlangen wir Zugaben nach einer guten Predigt wie nach einem tollen Konzert?
Leben wir begeisternd vor? Erleben wir sich stetig ausbreitende Verantwortungsübernahme?
Was also kann uns helfen?
Jeder einzelne ist aufgerufen, sich zu re-formieren. Das kann nach meiner Auffassung gelingen über ein (Anleiten zum) Wiedereinüben des Staunens (What a wonderful world sang 1967 Louis Armstrong), das Erkennbarmachen des Begabtseins mit liebevollem Fördern, Ausbilden und Mahnen (und Antwort einfordern) bis hin zu der Erkenntnis, das eigentlich jeder von uns ein brennender Dornbusch (mit seinen pieksigen Stellen Kanten) sein kann und soll, der aus göttlichem Licht leuchtet und dabei nicht verbrennt. Dass wir unser Leben in Fülle mit Gott leben und dies dankbar erkennen und ehrfürchtig bis hemmungsarm begeistert feiern.
Da hat dann viel Musik Platz: Von Es ist ein Ros entsprungen, über Händels Halleluja, Laudato si zu Unser Leben sei ein Fest, Jesu Geist in unserer Mitte..., Ein Danklied sei dem Herrn und Alles meinem Gott zu ehren usw. Anschließend könn(t)en wir vielleicht besser erkennen, das das Reich Gottes in uns und um uns herum schon anteilig existiert. Und wir dürfen um die Hilfe bitten, das
anzugehen, was auf unserer Welt an Problemen noch übrig ist - unter den Wolken...

Folgende Benutzer bedankten sich: Almut Diem
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9 Monate 2 Wochen her #11

Vielen Dank für diesen "Eisbrecher"-Beitrag.

Es ist tatsächlich nötig, dass Reformanstrengungen nicht einfach von anderen erwartet werden, denn "Kirche" ist ja die Gemeinschaft aller Heiligen, und jede/r Getaufte ist Teil dieses Organismus´. - Bevor man Reformation aber für eine unangenehme Kraftanstrengung hält, sollte man sie probieren: christliche Grundausbildung ("updates") sind wirklich spannend, und für unseren Alltag relevanter als man sich vielleicht wünscht...

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