Offen in mehrfacher Hinsicht präsentiert sich das Foyer der Johanneskirche. Auf zeitlose Weise hat Designer Axel Kufus durch Baukunst einen offenen Raum geschaffen, der licht, klar und schlicht und doch verbindlich die Hereinkommenden freundlich empfängt. So wuchtig, fast kolossal der Sakralbau von draußen erscheint, innen zeigt die Johanneskirche im Café eine überraschend zurückhaltende Leichtigkeit.

Das Café im Foyer ist über den Seiteneingang mit Rollstuhl oder Kinderwagen zugänglich. Drinnen sitzen Zeitungsleser, Kuchengenießer, Menschen im Gespräch. Es kommen die Banker und Juristen der benachbarten Institutionen zum Mittagstisch, Journalisten nutzen die ruhige und doch anregende Atmosphäre für Interviews. Stammgäste, beginnen den Morgen im Café, Kartenspieler verbringen hier ihren Nachmittag. Einsame genießen das Treiben um sich herum. Touristen schauen herein auf der Suche nach einem Häppchen Kirchenkultur und einem guten Kaffee, neben ihrem Tisch die Tüten der Modehäuser der benachbarten Kö. Migranten haben die Kirche entdeckt und üben sich in der Konversation deutscher Sprache. Und Wohnungslose wärmen sich an einem heißen Tee, neben sich die Beutel mit gesammelten Pfandflaschen. Die Vielfalt unter den Gästen beeindruckt täglich auf Neue. Nur wenige Orte in der Stadt bringen Menschen von solch unterschiedlichen Lebenswelten zusammen – manchmal sogar an einen Tisch.