Innenraum der Johanneskirche

Herzlich willkommen in der Johanneskirche!

Nehmen Sie sich doch etwas Zeit und erkunden anhand dieses kleinen Rundgangs einige Besonderheiten unserer Kirche. Lesen Sie etwas über ihre Geschichte und das Konzept einer evangelischen Stadtkirche.

Die evangelische Johanneskirche ist eine offene Citykirche. Ihr Angebot und ihre regelmäßigen Öffnungszeiten richten sich an Menschen, die in der Stadt unterwegs sind und gerne mal wieder eine Kirche betreten möchten, seien es Neugierige, Interessierte, spirituelle Wanderer oder religiöse Menschen auf der Suche nach einem ruhigen Platz im städtischen Treiben, wo sie sich Gott ein kleines Stückchen näher fühlen können.

kanzel1Wenn Sie vom Eingang der Kirche in Richtung Apsis schauen, schraubt sich zur Linken eine Treppe zur Hochkanzel hinauf. In der ursprünglichen Kirche von 1881 stand hier eine bunt verzierte Kanzel auf einer steinernen Säule, von einem Zaun umgeben. Die Nachkriegs-Kirchengestaltung hob die Predigtkanzel in eine Schwindel erregende Höhe von fünf Metern, setzte sie auf eine ins Kirchenschiff vorspringende Mauer und umkleidete die Predigenden mit einer wuchtigen hölzernen Kassettenbrüstung. Die neue Kanzel ist dagegen ganz zurück genommen.

Die Geschichte dieses größten evangelischen Kirchengebäudes in Düsseldorf spiegelt die Veränderungen des kirchlichen Lebens in der Innenstadt wieder. Die Johanneskirche wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Ausdruck protestantischen Selbstbewusstseins erbaut. Im 2. Weltkrieg teilte sie das Schicksal der Stadt und wurde 1943 stark beschädigt. 1951 wurde sie wieder aufgebaut und im Innern völlig verändert, was unter anderem durch die Verkürzung des Kirchraums deutlich wurde.

Studenten der Uni Düsseldorf haben einen kleinen Zeppelin entwickelt, mit dem sie Filme aus der Vogelperspektive drehen können. Sein Name: Kirchenschiff. Damit haben sie alle evangelischen Kirchen Düsseldorfs von innen gefilmt. So ist auch ein Film der Johanneskirche entstanden.

Mehr Informationen unter: http://kirchenfluege.windreiter.de/johannes.html

Brought forth by the resonance of a dissonance. Dicht bei.
Hervorgebracht durch die Resonanz einer Dissonanz. Dicht bei.

Lawrence_Weiner

Geht es um Klänge? Um Emotionen? Etwas löst etwas anderes aus. Das eine reibt sich mit dem anderen. Die Konsequenz kommt aus der Reibung. Und am Ende ist alles »Dicht bei.« – also doch gar nicht so weit von einander entfernt, sondern im Gegenteil: sich nahe. So kann es Menschen miteinander ergehen, so kann der Dialog zwischen Kirche und Kunst gesehen werden, so kann es dem einzelnen in seinem Verhältnis zu Gott gehen. Viele Deutungen sind denkbar. Schön ist, dass die Begegnung mit moderner Kunst in einem Kirchenraum etwas auslöst, das Fragen aufwirft, nicht immer gleich die Antwort parat hat und die Gedanken beflügelt.

Unterkategorien

Kirchen predigen, durch Bibelworte, durch Klänge, durch das, was im Gottesdienstablauf sichtbar wird. Auch Gebäude senden eine Botschaft, der Gottesdienstraum spricht. Zur Verkündigung des Evangeliums gehören auch die liturgischen Farben, die den christlichen Jahreskreis strukturieren. Sie markieren die Fest- und Fastenzeiten und heben einzelne hohe Feiertage im Kalender hervor. Weiß ist die Christusfarbe, grün die Farbe des Lebens. Schwarz die Farbe der Trauer, violett symbolisiert die Bußzeiten des Jahres, und rot ist die Farbe der Kirche.

Die Antependien in der Johanneskirche wurden von der Künstlerin Sonja Weber gefertigt.


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