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Matthäuspassion und ChamberJam 2013

 

Sind Blitze und Donner, sind Licht und Schatten, sind Himmel und Erde: So kontrastreich begab sich eine schöne, tiefe, dichte Aufführung von Bachs »Matthäus-Passion« in der Johanneskirche.

So fulminant begann Wolfram Goertz' Kritik zur letztjährigen Aufführung der Matthäuspassion in der Rheinischen Post – und endet so: »Nach dieser Bereitung des Wegs konnte Ostern kommen.«

Ostern in der Düsseldorfer Johanneskirche – nach den großen Erfolgen der Vorjahre wird auch in diesem Jahr das Fest der Auferstehung in der evangelischen Stadtkirche auf dem Martin-Luther-Platz musikalisch gefeiert: Mit der großen Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach am Karfreitag und der fünften Auflage des Kammermusikfestes ChamberJam an den Ostertagen.

Zwischen dem 29. März und 1. April 2013 hat man in einer der buchstäblich offensten Kirchen der Stadt die einmalige Chance, das Osterfest musikalisch auf höchst unterschiedliche Weise, aber auf hohem Niveau zu feiern.

Den Auftakt bildet das traditionelle große Chor- und Orchesterkonzert am Karfreitag. Hier hat Kantor Wolfgang Abendroth sich wieder für die Aufführung eines der größten und affektreichsten Sakralwerke der Musikgeschichte entschieden: Die »Matthäuspassion« von Johann Sebastian Bach. Die Johanneskantorei und wunderbare Solisten, darunter Thomas Piffka als Evangelist, singen begleitet vom ChamberJam Ensemble.

Danach geht es kammermusikalisch weiter: Das Kammermusikfest ChamberJam steht in diesem Jahr unter der Überschrift »Traum und Fantasie« und präsentiert unter der Leitung der Violinistin Priya Mitchell von Ostersamstag bis Ostermontag ein fantastisches und fantasievolles Kammermusikprogramm mit beliebten Klassikern der Kammermusikliteratur und einigen spannenden Neuentdeckungen – traumhaft, mystisch und zuweilen märchenhaft romantisch.


MatthäuspassionMatthäuspassion

»Wer nie eine der Pas­sio­nen Bachs (…) mit­ge­sun­gen hat, kann den ide­el­len und per­sön­li­chen Zuge­winn über­haupt nicht ermes­sen, der bei der Ein­stu­die­rung sol­cher Werke beim Chor­sän­ger ent­steht. Einem gro­ßen Meis­ter ein­mal ganz nahe sein…«, schwärmte Wolfram Goertz in der Rheinischen Post. Ein ähnliches Erlebnis, möchte man hinzufügen, ist auch dem Zuhörer beschieden – und dabei Martin Geck zitieren: »So dramatisch der Passionsbericht des Matthäus als solcher ist – er gibt doch nur eine Andeutung der Affektenvielfalt, die in der Musik Bachs zu finden ist. Der Komponist selbst sorgt für ein Panorama der Leidenschaften, in dem das Erhabene neben dem Anmutigen, das Düstere neben dem Freudigen, der Affekt des Schmerzes neben dem der zärtlichsten Liebe stehen.« (F.A.Z., 8.4.1995).

Garanten für eine qualitätsvolle Aufführung der »Matthäuspassion« am Freitag, 29. März, 17 Uhr sind Heidrun Luchterhandt (Sopran), Dagmar Linde (Alt), Thomas Piffka (Tenor, Evangelist), Patricio Arroyo (Tenor), Sebastian Klein (Bass, Christusworte) und Thilo Dahlmann (Bass). Es spielt das ChamberJam Ensemble, es singt die Johanneskantorei, die musikalische Leitung hat Wolfgang Abendroth.


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Düsseldorfer Kammermusikfest ChamberJam – Traum und Fantasie

Das Osterwochenende gehört den Künstlern des Kammermusikfests, das in diesem Jahr unter dem Titel »Traum und Fantasie« steht: Der Kreis aus ebenso jungen wie avancierten Musikern, die das Ensemble des Kammermusikfestes bilden, ist mittlerweile ein erlesener Zirkel von gut bekannten, internationalen Musiker­persön­lich­keiten geworden. Neben der Violinistin und Künstlerischen Leiterin Priya Mitchell spielen Vladimir Mendelssohn (Viola), Nicolas Altstaedt (Cello), David Cohen (Cello), Zoran Markovic (Kontrabass), Natacha Kudritskaya (Klavier) und andere. Frische, Spontaneität und Lust an der Musik, prägen den Geist des Festivals und setzen in der Interpretation von Kammermusik neue Akzente.

Die dunkle Nacht zwischen dem Karfreitagsgeschehen und der Auferstehung am Ostersonntagmorgen wird musikalisch gestaltet in einem anspruchsvollen Konzertprogramm am Karsamstag, 30. März, 20 Uhr. Unter dem Titel »Verwandlung« wird ein Programm mit dem Streichquartett Nr. 2 von Anton Arensky und mit Richard Strauss' »Metamorphosen« für Streicher zu hören sein.

Am Ostersonntag, 31. März 2013 wird es im Bachsaal der Johanneskirche fulminant und festlich. Um 18 Uhr kombiniert das Programm »Abendhauch und Morgengrauen« Werke von Beethoven (»Geistertrio«), Britten (»Phantasy Quartet«) und Dvorák (»Dumky-Trio«). Anschließend geht es um 21 Uhr»Tangofantasie«-voll weiter in einer Tangonacht mit dem Bandoneonisten Per Arne Glorvigen, Priya Mitchell (Violine) und Zoran Markovic (Bass).

Am Ostermontag, 1. April, schließlich stehen um 15 Uhr zur Aufheiterung bei »Insomnia« Johann Sebastian Bachs Goldberg­varia­tionen auf dem Programm. Um 17 Uhr klingt das Festival »Fantastisch« aus – die Osterfeiertage neigen sich dem Ende zu. Wer den Spätnachmittag bei hochromantischer Musik verbringen möchte, hört Werke von Franz Schubert und César Francks Klavierquintett f-Moll.

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