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Ostern 2011

Passionskonzerte und Kammermusikfest ChamberJam

Ostern in der Düsseldorfer Johanneskirche – auch 2011 wurde das Fest der Auferstehung in der evangelischen Stadtkirche auf dem Martin-Luther-Platz musikalisch gefeiert: Zwei Passionskonzerte am Karfreitag und -samstag führten HIMMELWÄRTS, und die dritte Auflage des Kammermusikfestes ChamberJam am Ostersonntag und -montag übermittelte WELTSTADTKLANG. Fast 1000 Zuhörer fanden trotz strahlenden Osterwetters den Weg in die Kirche, und die WZ befand: "Weltklasse-Musiker, grandiose Programme!"

Dass man zwischen dem 22. und 25. April in einer der buchstäblich offensten Kirchen der Stadt die Qual der Wahl hatte zwischen himmlischen und irdischen (gleichwohl paradiesischen) Klängen, gehörte zum Konzept des zweiteiligen österlichen Konzertmarathons.

HIMMELWÄRTS

führte der erste Teil: Zum Auftakt hatte Kantor Wolfgang Abendroth unter dem Stichwort »Stabat mater« ein erlesenes und aufwändiges Programm für das traditionelle große Chor- und Orchesterkonzert am Karfreitag, 22. April, 17 Uhr zusammengestellt: Berühmte Arien von Johann Sebastian Bach aus der Johannespassion und der h-Moll-Messe wurden umrahmt von zwei Sätzen aus Olivier Messiaens eindringlichem »Quatuor pour la fin du temps« sowie dem »Stabat mater« und dem Concerto für Orgel, Pauke und Streicher von Francis Poulenc. Die Solisten waren Erica Eloff (Sopran) Priya Mitchell und Daniel Rowland (Violinen) und David Cohen (Violoncello). Es sang der Düsseldorfer Kammerchor, es spielte das ChamberJam Ensemble, und die musikalische Leitung hatte Wolfgang Abendroth, der auch an der Orgel zu erleben war.

Am Karsamstag, 23. April, 20 Uhr, folgte ein intimer und anspruchsvoller Konzertabend: »Sieben letzte Worte« kontrastierte Josephs Haydns gleichnamiges Werk in der Fassung für Streichquartett mit Orgelimprovisationen von Wolfgang Abendroth.

An den Folgetagen stieg das ChamberJam Ensemble vom Himmel herab und begab sich im Bachsaal der Johanneskirche auf die Suche nach dem

WELTSTADTKLANG

Der Kreis aus ebenso jungen wie avancierten Musikern, zu dem neben den erwähnten Solisten die Bratscherinnen Tomoko Akasaka und Martha Argerichs Tochter Lyda Cheng, der Cellist Olivier Marron, der Kontrabassist Zoran Markovic und die Pianistin Natacha Kudritskaya gehörten, setzte unter der künstlerischen Leitung von Priya Mitchell und Daniel Rowland auf Frische, Spontaneität und Lust an der Musik, um im kammermusikalischen Bereich neue Akzente zu setzen.

Die Reise führte am Ostersonntag, 24.4., 17 Uhr zunächst nach Großbritannien. Unter dem Titel »London tea time« standen Kammermusik und Lieder aus England von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Joseph Haydn, David Rowland, Frank Bridge und Edward Elgar auf dem Programm.

Um 20 Uhr erreichte man Österreich: Das Konzert »Wien, nur du allein« präsentierte Mozarts Sinfonia concertante, Schuberts Forellenquintett sowie Werke von Gustav Mahler, Alban Berg und Hugo Wolf. Und dann hat man sich auch »Wien bei Nacht« nicht entgehen lassen – im Anschluss an das abendliche Hauptkonzert konnte man wunderbar schwelgen in „Liebesleid“ und „Liebesfreud“ von Fritz Kreisler etwa, in Zigeunerweisen von de Sarasate, Melodien von Korngold oder einem feurigen Csardas von Vittorio Monti.

Weiter südwärts ging es am Ostermontag, 25.4., 17 Uhr: Mit »Souvenir de Florence« überreichte das ChamberJam Ensemble seinem Publikum zum Abschluss des kleinen Festivals einen Strauß italienischer Kammermusik, gebunden aus Antonio Vivaldis Concerto g-Moll für zwei Violoncelli und Streicher, Tschaikowsky Streichsextett „Souvenir de Florence“ sowie Werken von Vincenzo Bellini, Giacomo Rossini und Luciano Berio.

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