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Chamberjam: Musik-Marathon zu Ostern

Über die Feiertage erklingen in der Johanneskirche zahlreiche Konzerte – von der Bach-Passion bis zur Tango-Nacht.

daniel_rowland_266x412Düsseldorf. »Das war der Wahnsinn«, sagt Johannes-Kantor Wolfgang Abendroth über den Musik-Marathon am Ostersonntag 2009. Von Mittag bis Mitternacht hatte es nonstop Konzerte gegeben. »Das strengte sowohl Besucher als auch Musiker zu sehr an«, räumt Abendroth ein.

Daher habe man sich nun entschlossen, den Marathon-Teil des »ChamberJam« auf sieben Stunden zu beschränken und ihn auf Ostermontag zu verlegen, der bei vielen oft weniger verplant sei als Ostersonntag.

500 Besucher waren an Ostern 2009 zum 1. »ChamberJam« in die Johanneskirche gekommen. Das Konzept eines solchen Kammermusikfestivals mit internationalen Künstlern – diesmal sind es 14 – sei bisher einzigartig in Düsseldorf, sagt Abendroth. »Sie proben hier gemeinsam und präsentieren ihre Ergebnisse am Wochenende in fünf Konzerten.«

priya_mitchell_291x412Jetzt findet zum zweiten Mal dieser musikalisch bunt gemischte »ChamberJam« unter künstlerischer Leitung der beiden Geiger Priya Mitchell und Daniel Rowland statt. Los geht es am Samstag um 21 Uhr: Unter dem Motto »Heilige Liebe« werden unter anderem die »Metamorphosen« von Richard Strauss in einer Bearbeitung für nur sieben Streicher zu hören sein.

»Nostalgie und Sehnsucht« ist der Titel des Programms am Ostersonntag: Ab 19 Uhr erklingen sowohl Werke von Brahms, Clara und Robert Schumann als auch ein modernes Werk, »Cantus« des Düsseldorfer Komponisten Sven Ingo Koch.

Ab 21.30 Uhr gibt es dann eine Passion ganz anderer Art: »Pasión!« – eine Tangonacht mit dem Bandoneonisten Marcelo Nisinman. Der Protegé Astor Piazzollas hatte schon im vergangenen Jahr für Furore gesorgt.

Der Marathon beginnt Ostermontag um 14.30 Uhr mit drei Konzerten, die sich bis in den späten Abend hineinziehen. »Liebe, Wahnsinn und Verklärung«: Auf dem Programm stehen dann das berühmte Klaviertrio von Tschaikowsky, das Klavierquintett von Dvorák und Schönbergs »Verklärte Nacht«.

Quelle: Westdeutsche Zeitung

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