Reformation Header schrift 960 150

×
Mitdiskutieren?

Um Themen zu den einzelnen Kategorien mitzudiskutieren, bitte registrieren (unter einem selbstgewählten Namen, mit dem Sie in den Diskussionsbeiträgen erscheinen möchten) oder anmelden (für bereits registrierte Nutzer).

× Martin Luther soll seine Thesen damals an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben. Heute postet man seine Thesen digital. Hier ist das Forum für Ihre Ideen, Anregungen, Kritik und Begeisterung und sind gespannt auf Ihre Thesen.

Topic-icon Spiritualität im Alltag

1 Monat 2 Wochen her #7

Was fehlt der Kirche?
Anleitung und Begleitung zu einer spirituellen Lebensweise im Alltag!

Zitat aus einer Presbyteriumssitzung: "Wie kann es sein, dass die Menschen lieber in Chakrenreinigunsseminare laufen statt zu uns in die Kirche und Eltern fragen, ob die Taufe ihres Kindes nicht das Kronenchakra in Mitleidenschaft zieht?"

Tja, wie kann das bloß sein?

Sehen wir uns die Angebote der Kirchengemeinden an: Tanzen, Kochen, Bücherstube, Lesecafe, Kirchencafe, Väter- bzw. Müttercafe, Nähen, Filzen, Stricken (somit auch Basar) Waffeln backen, Kunst, Vorträge, Musik, Billard, Schach, Ehrenamt, Gemeindefeste und dergleichen.

All dies ist nicht falsch, kriege ich aber auch woanders.

Was ist das Alleinstellungsmerkmal einer Kirchengemeinde? Bibelkurse sind sicher eines. Nicht alle sind so genial wie der Bibellesekurs in der Johanneskirche. Da gehen mir jedesmal ganze Kronleuchter auf. Aber: Hier wird eher der Verstand bedient. Religion/Kirche/Gemeinde muss Vorbilder anbieten, die uns bei der Deutung des eigenen Lebens helfen bzw. bei Fragen nach dem Sinn der eigenen Existenz unterstützen. Wie können Menschen eine Beziehung oder geistige Verbindung zum Transzendenten, zum Göttlichen, zum Urgrund allen Seins aufbauen und entwickeln.
Wir stellen in den Bibelkursen immer wieder fest, dass man Gott nicht wirklich beschreiben kann, sondern dass es sich um innere Erfahrungen handelt, die die endliche Erfahrungswelt überschreiten.

Welche Angebote gibt es dazu? In Klöstern, Tagungsstätten, Haus der Stille etc. werden vielfältige Angebote bereitgehalten und die Kurse sind gut besucht. Aber Aspekte wie Kontemplation, Meditation, Achtsamkeit, in Verbindung mit dem Göttlichen bleiben, spiegeln sich nicht im Alltagsleben der Gemeinden wider.

Dann geht man eben über zu asiatischen Praktiken der Meditation, mantrischem Beten (gibt´s auch bei uns im Christentum), Chakrenreinigung und stellt sich lieber einen Buddha auf die Fensterbank statt eines Kreuzes. Davon fühlen sich die Menschen offenbar stärker angezogen.

Das Verhältnis von Freizeitangeboten zu spirituellen Angeboten, die den Menschen helfen ihren Glauben, ihr Gottvertrauen im Alltag zu leben und zu entwickeln, muss umgekehrt werden. Die christlichen Riten, die Gottesdienste müssen einen erkennbaren Bezug zu diesem spirituellen Leben haben und nicht wie ein Paralleluniversum daherkommen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
1 Monat 2 Wochen her #8

Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Über Bücher über Nahtoderfahrungen bin ich auf Paul Ferrini und Neale Donald Walsch gestoßen. Es war eine Offenbarung kann ich nur sagen. Gleichzeitig war ich frustriert ,dass mir diese Zusammenhänge nie durch die Kirche vermittelt wurden. Denn diese Bücher führten nicht von Gott weg, sondern wieder zu ihm hin. Es gibt sicher noch viele andere Wegweiser in dieser Richtung. Warum werden sie nicht erwähnt ? Hat die Kirche Angst, dass die Gläubigen es auch ohne ihre Hilfe schaffen ?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
1 Monat 2 Wochen her #12

Anleitung zum spirituellen Leben - das ist etwas, das in allen Kirchengemeinden (in Theorie und Praxis) zu finden sein sollte. Die Kirche ist reich an Formen, an alten und neuen Formaten, und es gibt schöpferische Freiheiten. Wichtig wäre allerdings, dass solche Exerzitien wirklich um dem Geist Gottes bitten und dem nach dem, der lebendig macht.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Wochen 1 Tag her #46

Auch ich stimme Ihnen zu: Menschen suchen Orientierung im Buddhismus, im Yoga, in Esoterik etc. und leben Veganismus mit religiöser Inbrunst - und stolpern im 'christlichen Abendland' irgendwie nie über eine Handreichung seitens der Christen bzw. der Kirchen.

Ich glaube, hier sind zweierlei Dinge besonders von Belang: Einerseits würde es helfen, wenn mehr Christen mehr Gemeinschaft untereinander hätten - denn im Austausch mit anderen Christen kann man sich gegenseitig darauf aufmerksam machen, wie Gott im eigenen Leben oder im Leben des Anderen wirkt. Und im Austausch in kleinen Gruppen oder in einer sogenannten Zweierschaft (Gebetsgemeinschaft) wird es auch möglich, einander von den eigenen Gotteserfahrungen zu erzählen, so gut es eben geht. Dort können Dinge offen gelegt werden, für die der Johanneskirchen-Bibelkurs ein viel zu riesiges, anonymes Forum ist.

Andererseits sehe ich die 'Amtskirchen' eigentlich in der Pflicht, danach zu fragen, welche Themen die Menschen in einer Gemeinde bzw. die Kirchenmitglieder/Bürger insgesamt gerade besonders beschäftigen - und dann Veranstaltungen anzubieten, die sich mit eben diesen Themen befassen - unter Bezugnahme auf die Bibel, versteht sich. (Vor dem Hintergrund der Kirchenaustritte und der geringen Zahl der Gottesdienstbesucher im Verhältnis zur Zahl der Mitglieder sollte ein solches Nachfragen, was denn der 'Bedarf' ist, eigentlich selbstverständlich sein...) Und DANN müßten diese (Vortrags- und Diskussions-)Veranstaltungen auch noch ordentlich beworben werden - über Medien, die die noch nicht im Rentenalter befindlichen Gemeindemitglieder auch erreichen.

Solche Themen könnten vielleicht sein:
Identität - 'Leistungsethik' versus christliches Menschenbild - Ehe/Partnerschaft - Sinnfindung in einer endlichen und oberflächlichen Welt - der Wert des Lebens - Bestehen in 'feindlichem Terrritorium' - Freiheit versus Verantwortung/Pflicht - etc.
(Haben Sie Vorschläge?)

Abgesehen davon gilt: Ich glaube, man muß sich einfach Zeit nehmen für's Gebet. Und Beten üben... üben... üben... - Aber da das nicht meine Stärke ist, sollte dazu lieber jemand anderes etwas schreiben.

Und: Es gibt verschiedene Typen, verschiedene Arten, den Glauben im Alltag zu leben. Ein bißchen muß man da auch selbst die Initiative ergreifen und Dinge ausprobieren. (Idealerweise sollte es aber vielfältige Inspirationen seitens der Kirchen geben, da haben Sie schon recht!)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
2 Wochen 1 Tag her #47

Auch ich stimme Ihnen zu: Menschen suchen Orientierung im Buddhismus, im Yoga, in Esoterik etc. und leben Veganismus mit religiöser Inbrunst - und stolpern im 'christlichen Abendland' irgendwie nie über eine Handreichung seitens der Christen bzw. der Kirchen.

Ich glaube, hier sind zweierlei Dinge besonders von Belang: Einerseits würde es helfen, wenn mehr Christen mehr Gemeinschaft untereinander hätten - denn im Austausch mit anderen Christen kann man sich gegenseitig darauf aufmerksam machen, wie Gott im eigenen Leben oder im Leben des Anderen wirkt. Und im Austausch in kleinen Gruppen oder in einer sogenannten Zweierschaft (Gebetsgemeinschaft) wird es auch möglich, einander von den eigenen Gotteserfahrungen zu erzählen, so gut es eben geht. Dort können Dinge offen gelegt werden, für die der Johanneskirchen-Bibelkurs ein viel zu riesiges, anonymes Forum ist.

Andererseits sehe ich die 'Amtskirchen' eigentlich in der Pflicht, danach zu fragen, welche Themen die Menschen in einer Gemeinde bzw. die Kirchenmitglieder/Bürger insgesamt gerade besonders beschäftigen - und dann Veranstaltungen anzubieten, die sich mit eben diesen Themen befassen - unter Bezugnahme auf die Bibel, versteht sich. (Vor dem Hintergrund der Kirchenaustritte und der geringen Zahl der Gottesdienstbesucher im Verhältnis zur Zahl der Mitglieder sollte ein solches Nachfragen, was denn der 'Bedarf' ist, eigentlich selbstverständlich sein...) Und DANN müßten diese (Vortrags- und Diskussions-)Veranstaltungen auch noch ordentlich beworben werden - über Medien, die die noch nicht im Rentenalter befindlichen Gemeindemitglieder auch erreichen.

Solche Themen könnten vielleicht sein:
Identität - 'Leistungsethik' versus christliches Menschenbild - Ehe/Partnerschaft - Sinnfindung in einer endlichen und oberflächlichen Welt - der Wert des Lebens - Bestehen in 'feindlichem Terrritorium' - Freiheit versus Verantwortung/Pflicht - etc.
(Haben Sie Vorschläge?)

Abgesehen davon gilt: Ich glaube, man muß sich einfach Zeit nehmen für's Gebet. Und Beten üben... üben... üben... - Aber da das nicht meine Stärke ist, sollte dazu lieber jemand anderes etwas schreiben.

Und: Es gibt verschiedene Typen, verschiedene Arten, den Glauben im Alltag zu leben. Ein bißchen muß man da auch selbst die Initiative ergreifen und Dinge ausprobieren. (Idealerweise sollte es aber vielfältige Inspirationen seitens der Kirchen geben, da haben Sie schon recht!)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
Nach oben