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× Martin Luther soll seine Thesen damals an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben. Heute postet man seine Thesen digital. Hier ist das Forum für Ihre Ideen, Anregungen, Kritik und Begeisterung und sind gespannt auf Ihre Thesen.

Topic-icon Gedankenspiel

3 Wochen 2 Tage her #39

Angenommen, Jesus suchte heute eine zu ihm passende Glaubensgemeinschaft:
Was wäre, - wenn Jesus sich weigern würde, seine Mutter Maria als allzeit jungfräuliche Mutter Gottes zu verehren, so wie man auch davon abgekommen ist, seiner Großmutter Anna als Großmutter Gottes zu huldigen, - wenn er keine Lust hätte, zusammen mit Ochs und Esel einen Gott in Windeln anzubeten, wenn er die Reliquien der angeblich zu seiner Geburt angereisten Könige im Kölner Dom für Schwindel erklären würde, - usw., usw.?
Würde man ihn zur Taufe zulassen, ihm Lehrbefugnis erteilen? Würde er in einer der über 3000 weltweit bestehenden christlichen Kirchen Heimat für seinen Glauben finden? Ich befürchte, in sämtlichen christlichen Kirchen würde er zurzeit abgewiesen: "Du gehörst nicht zu uns, dein Glaube ist nicht christlicher Glaube."

Der Maßstab für die Tauglichkeit kirchlicher Verkündigung in Schrift und Wort im Hinblick auf geistliche Begleitung spirituell Suchender im Sinne Jesu sollte die Frage sein, ob das, was verkündet wird, vor Jesus heute bestehen könnte.

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3 Wochen 1 Tag her #40

Ja, das ist ein guter Maßstab: Lehren und verkündigen, was vor Jesus bestehen könnte. - Damit das aber nicht gleich doch wieder nur unser eigener Maßstab ist, nach dem Motto "was ich nicht glaube, sehe und weiß, das kann ja nicht sein!", lohnt es sich, genau nachzuforschen, wer dieser Jesus war und ist, was er glaubt und wie er glaubt. Dann werden wir so manches entdecken, was immer schon mythische Sprachbilder und narrative Formen hatte und braucht. Weil es Dinge gibt, die man anders als in mythischer Sprache und sinnfälligen Gesten nicht bewahren und vermitteln kann. - Dass die "Reliquien" im Drei-Königs-Schrein zu Köln wahrscheinlich nicht die Überbleibsel der Magier aus der Weihnachtsgeschichte sind, mag wohl sein. Aber wenn sie Menschen dazu bringen, die Weihnachtsgeschichte zu lesen und die Botschaften zu entdecken, die darin verdichtet sind - dann sollte man mit dem Bildersturm vorsichtig sein. Meinte in etwa schon Luther.

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