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Topic-icon Es braucht Kirche mit einer Mission

3 Wochen 3 Tage her #36

Verlässt man die engen Horizonte Deutschlands, gerät man und frau in weiten Teilen der Welt in eine aufregend andere Art von Christenheit. Man erlebt Kirche mit Mission. - Auch anderswo wissen die Menschen, dass Mission eine Schattenseite hatte und mancherorts noch hat : es gibt eine aufdringliche, Beute machende Art, die andre nur als Objekte ihrer Sammelleidenschaft betrachtet, wir nennen sie "Akkusativ-Mission" - "ich missioniere dich". Dies ist NICHT biblisch begründbar, eher verbunden mit Persönlichkeitsmerkmalen der Täter. Das biblische Original hat eine andere DNS, wir nennen es "Dativ-Mission" : "ich erzähle dir, was mich begeistert, was mich fasziniert, was mir begegnet ist". Diese Art lässt Christentum außereuropäische Kirchen pulsieren und wachsen und blühen. Genau diese Art war Charakteristikum des Christentums von Anfang an. Und sie steht auf unserer Reformation-2.0-Liste ganz oben. Sie folgt dem Auftrag Jesu, hinauszugehen und Zeugen zu sein. Zeuge heißt nicht als Märtyrer den Tod suchen, sondern den Mund auf machen und zu dem stehen, was ich glaube. Es ist ein Trauerspiel in unserer Kirche, dass der Begriff "Mission" ohne jeden Widerstand den Imagedesignern großer Konzerne überlassen worden ist. Jede größere Firma hat eine "Mission", ihr Ding an den Mann zu bringen. Dass Mission einmal der Sendeauftrag Jesu an seine Jüngerschaft war, ist nicht mehr bewusst. Wenn Glaube Begeisterung ist, Faszination und das Brennen für Jemanden, dann brauchen wir einen Ausbruchsversuch aus unserer verdrucksten Verlegenheit, aus der Lähmung und Sprachlosigkeit. Eine Auferweckung täte gut. Auch dem interreligiösen Dialog. Denn als bloße Moderatoren des Gesprächs, die neutral "über den Dingen stehen", sind wir Christenmenschen den Andersgläubigen gar kein Gegenüber. Reformation 2.0 - es braucht dringend eine Kirche mit einer Mission.

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